Eröffnung der Beratungsangebote im Herzen der Kreisstadt Unna im Katharinentreff Unna und im Kulturzentrum Lindenbrauerei

Am 5. November 2014 von 16.00—17.30 Uhr im Katharinentreff fand die Eröffnung der neuen Beratungsangebote fĂŒr trauernde Familien und Jugendliche statt. Mit Vertretern des Dachverbandes, der Gemeinde und aus dem Netzwerk der pĂ€dagogischen und palliativen Einrichtungen im Kreis und Dekanat Unna nahmen die Koordinatorinnen die Arbeit im neuen Standort Unna auf.

Koordinatorinnen Barbara Freitag & Walburga Schnock-Störmer: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Ihnen heute im Katharinentreff, die neue Kooperation mit dem Seelsorgeteam im Pastoralverbund Unna und dem Kulturzentrum Lindenbrauerrei unser neues Zuhause im Herzen der Stadt Unna eröffnen und feiern. Mit einem symbolischen Geschenk an die Hausherren im Katharinentreff eröffnen die Koordinatorinnen den Nachmittag gerne mit einem symbolischen Geschenk:
Ein Leuchtturm und eine Licht-Steele – sie sollen den Katharinen-Treff im guten Sinne erwĂ€rmen und die gute Kooperation markieren!
Die Geschenke stehen fĂŒr das SelbstverstĂ€ndnis und das Leitbild der inhaltlichen Arbeit im Beratungszentrum Leuchtturm e.V.:

  • Der Leuchtturm gibt Orientierung in schweren und dunklen Zeiten der Trauer.
  • Er steht fĂŒr die Hoffnung, dass das Leben trotzdem des Verlustes wieder hell und warm werden kann.
  • Wir Beraterinnen verstehen uns Aufgabe als Leuchtturm-WĂ€rter und tragen Sorge, dass das Licht fĂŒr den weiteren Weg nicht ausgeht
.

Ein Leuchtturm fĂŒr Unna bedeutet:

Ortsnah kreisweit mit drei Standorten in Schwerte, im Herzen der Kreisstadt und Bergkamen den betroffenen Familien, Kindern und Jugendlichen trotz des heftigen Verlustes neue Lebensperspektive und das Lachen zurĂŒckschenken zu können.

Trauer braucht SolidaritÀt und Gemeinschaft:

Der Tod eines bedeutsamen Menschen klingt lange ins Leben nach! Das Leben bleibt fĂŒr immer anders! Kinder und Jugendliche zeigen die große Belastung oft erst viel spĂ€ter – denn welche LĂŒcken der Verlust im Alltag reißt –wird erst nach und nach bewusst sich und sucht sich oft Bahn in psychosomatischen Reaktionen. Kinder und Jugendliche reagieren nicht selten mit psychosomatischen Belastungsstörungen: Kopfschmerzen, Aggression, Konzentrationsabfall, bösen TrĂ€umen, Verlustangst, völliger RĂŒckzug
.oder sie sind total angepasst – versuchen die LĂŒcke fĂŒr den Verstorbenen zu schließen, ĂŒbernehmen Ersatzrollen die viel zu groß fĂŒr sie sind.

Trauer braucht SolidaritÀt, Gemeinschaft und individuellen Gestaltungraum und kreative ZugÀnge:

Mit einem ZauberkunststĂŒck aus der therapeutischen Zauberschule entfĂŒhrten die Beraterinnen alle GĂ€ste in die inhaltliche Arbeit. „Der Knotenzauber“ fĂŒr die Seele als SchlĂŒssel fĂŒr die Wirkung von professioneller Trauerbegleitung und SolidaritĂ€t im Leuchtturm entfĂŒhrte alle GĂ€ste in die Welt der betroffenen Kinder und rĂŒhrte ihre Herzen an.

Trauer braucht ein starkes interdisziplinÀres Team:

Die ehrenamtlich geschulten KrĂ€fte bringen sich nicht nur mit großem Engagement und ihrer HerzenswĂ€rme ein, sie stĂ€rken nach ganz individuellen Ressourcen und FĂ€higkeiten die QualitĂ€t der Leuchtturm-Gruppenangebote und Aktionen mit trauernden Kindern und Jugendlichen und machen Alltag bunt: Die Ehrenamtlichen bringen ihr weit gefĂ€chertes Fachwissen aus der Sozialen Arbeit, der HeilpĂ€dagogik, der integrativen Arbeit, der Entspannungs-PĂ€dagogik und auch interkulturelle Erfahrungen durch Studien in Sinesiologie ein.

Trauer braucht SolidaritÀt, Gemeinschaft und einen sicheren Raum:

Damit Kinder und Jugendliche eine gute Zukunft finden und die viel zu frĂŒhe Erfahrung des Verlustes einer wichtigen Bezugsperson im Alltag bewĂ€ltigt werden können versichern alle Kooperationspartner:

„Es ist gut und kostbar, den Leuchtturm im Herzen der Stadt Unna und im Pastoralverbund verortet zu wissen, denn die Sorge um trauernde Kinder und Jugendliche ist ein tiefes Anliegen der Seelsorge und Beratung!“, so Michaela Labudda vom Pastoralverbund Unna und Birgit Unger, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kreisgruppe Unna des DPWV.

Alle Besucher verfolgten achtsam und mit großem Interesse die PrĂ€sentation des Leuchtturm – Videos aber auch die Ausstellung der Gestalt- und Spielmaterialien, die fĂŒr die den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihren ganz individuellen eigenen Ausdruck zu finden. Beim Rundgang durch die gestalteten RĂ€ume im Katharinen-Treff entstanden wertvolle Begegnungen und GesprĂ€che mit den Leuchtturm Mitarbeiterinnen.

Die Koordinatorinnen Barbara Freitag und Walburga Schnock-Störmer sind sich einig:
„Wie gut, dass wir hier sein dĂŒrfen! Wir freuen uns auf die Begegnungen im Katharinentreff und die gemeinsame Arbeit vor Ort, damit trauernde Kinder und Jugendliche trotz des Verlustes Zukunftsperspektive entwickeln und ihr Lachen wieder finden können!“