Wohlfühlprogramm für die Seele in der Familiengruppe Schwerte zum „Tag des Lächelns“

„Ein Fest für die Sinne“

Auf den Tischen im Gruppenraum hatten Vera, Johanna, Hanna und Lisa liebevoll einen geheimnisvollen „KräuterSinnesParcour“ aufgebaut. – der Duft von leckeren Heilkräutern erfüllte die Nasen der Kids und weckte die Neugierde.

Beim Erraten der Kräuter wurden Erfahrungen ausgetauscht und gefachsimpelt:
„Lavendel – das mag ich gerne“ – „Und ich mag Lemongras“ …. „Sauer macht lustig“… „Zitronenmelisse wächst in Opas Garten“ …. „Kamille ist gut gegen Bauchschmerzen“   …
„Hibiskus, das riecht total fruchtig“ … „das ist Pfefferminz, den mag Mame gerne – sie sagt immer der beruhigt“…
Und dann mischte sich jedes Kind seine Lieblings Tee – Mischung und gab ihnen Namen:
LeuchtturmTee,  TrauerTee zum Trösten, GuteLauneTee, GlücksTee…

Zum Fest der Sinne durfte auch der Waffelduft mit heißen Kirschen und das BananenSchokoBrot nicht fehlen!
Vielen Dank an Linus (8J.) und Milla (5 J.), die extra mit ihrem Papa für das Catering gebacken haben ! Das Rezept für GlücksWaffeln und WohlfühlTeeSorten gibst selbstverständlich im Leuchtturm e.V. Schwerte – nach individuellen Bedürfnissen … zum Selbermachen.

Übrigens:
Im Leuchtturm  verschenken wir ein Lächeln nicht „nur“ zum Tag des Lächelns  – das gehört zu unserer Grundhaltung. UND gerade deshalb: Eine schöne Idee vom Ministerium für Glück und Wohlbefinden für den 5.10.2018, die wir gerne aufgreifen.


GEFÜHLE

Seelenthemen lassen sich am besten beim Essen besprechen!
So haben wir in der Familiengruppe in Unna mit den Kindern schon während des Essens das Thema der Gruppenstunde anklingen lassen: Gefühle!

Davon gibt es nämlich sehr viele in Zeiten der Trauer, wissen die Leuchtturm Kinder in all unseren Gruppen – nicht nur in Unna. Und die brauchen geschützten Raum um besprochen zu werden.
Und um Ausdruck zu bekommen.
Besonders die Glücksgefühle-Gummibärchen kamen bei den Kindern gut an!  

Aber was sind denn eigentlich Glücksgefühle?
Das fragt ein Kind in die Runde.

Unser jüngster Besucher der Familientrauergruppe kennt die perfekte Antwort:
„Das sind die guten Gefühle, die man nie nie wieder vergessen möchte“
Genau! Und genau diese Glücksgefühlsmomente braucht „man“ eben auch in Zeiten der nebligen, stürmischen Trauer.

Übrigens:
DANKE für die gute Kooperation mit Sabine Hoffmann und dem Team im Kath. Familienzentrum St. Katharina Unna – hier fühlen wir uns Zuhause  – das macht uns auch Glücksgefühle!

Leuchtturm Wärterinnen stärken Expertenschaft

„Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, …..“

Dieser Satz aus dem bekannten Sterntaler Märchen der Gebrüder Grimm ist Motto und Alltag im Leuchtturm e.V..
In Leuchtturm e.V., am Hauptsitz Schwerte, gehen täglich Anfragen zur Begleitung von Mädchen und Jungen ein – Anfragen aus dem ganzen Kreis, und den anliegenden Regionen Dortmund, Hagen, Iserlohn und dem Münsterland: Der authentische Umgang mit der Wahrheit ist für viele Bezugspersonen eine große Frage und Belastung. Und doch ist er so bedeutsam, wenn Kinder den viel zu frühen Verlust gesund in ihr Leben integrieren und möglichst unbelastet ins Leben wachsen sollen.
Beratungen zu Fragen: Wie erkläre ich die Krankheit meinem Kind? Soll / Darf  mein Kind Abschied nehmen? Wie erkläre ich dass es keine Heilung mehr gibt? Wie übermittele ich meinem Kind die Todes-Nachricht ? Wie erkläre ich meinem Kind die Beerdigung? Alltagsfragen im Umgang rund um den Tod.

„Wir stärken die Angehörigen für die authentische Begegnung mit ihren Kindern und machen Mut, Kinder in den Abschied unbedingt zu integrieren. Wir nehmen Ihnen diese Aufgabe nicht ab. Wir stärken die Expertenschaft der Betroffenen und geben Halt und Orientierung dabei. Wir begleiten Sie, es selbst zu tun.“

Der Leuchtturm hat eine weiter Strahlkraft entwickelt:

Eltern und Bezugspersonen erhalten im Leuchtturm Team direkte unkomplizierte Hilfe zum angemessenen gesunden Umgang mit Verlusten – eine (in)direkte Hilfe, die unmittelbar beim Kind oder Jugendlichen ankommt. Starke achtsame Eltern  machen starke achtsame Kinder!
In der Jugendhilfe heisst das HzE – Hilfe zur Erziehung und Hilfe in Umgangsfragen – im Leuchtturm heißt das: wir stärken die emotionale und erzieherische Kompetenz für Bezugspersonen UND für das Kind.

„Wir gehen ein Stück gemeinsam, gewinnen Vertrauen….“

Aber Elterncoaching ist nicht allein das Hauptgeschäft. Im Leuchtturm e.V. finden Kinder und Jugendliche selbst nach dem Tod ihrer Eltern, eines Geschwisterkindes oder wichtiger anderer Bezugspersonen einen sicheren Hafen…. Oft geschieht der Erstkontakt auch Wochen und Monate später, wenn das Umfeld gar nicht mehr an den Verlust denkt….

Von Schwerte aus sind die Kooperationen weit gewachsen: Beispiele hierfür sind vielfältig: durch die Kooperation mit der Psychologischen Beratungsstelle Holzwickede finden Familien Hilfe im Leuchtturm, bei Hilfeplangesprächen im Kreis Unna verweisen und kooperieren Jugendhilfeträger auf den Leuchtturm und leiten die Kinder in unsere Begleitung weiter, mit der Gesamtschule Fröndenberg konnte letztes Jahr einen Kooperationsvertrag geschlossen. Leuchtturm ist regelmäßig zu Sprechzeiten an der Schule vor Ort.

“Lehrer der Grund- und weiterführenden Schulen schätzen uns als Anlaufstelle für ihre eigenen pädagogischen Fragen.“ (Johanna Eickhoff) Telefon- und Einzelberatungen helfen die eigenen Gefühle der besorgten Bezugspersonen und die Bedürfnisse der Kinder bzw Jugendlichen  zu sortieren und angemessene Begleitung zu etablieren. Direkte Beratungen vor Ort stärken das Team/ die Klassen oder auch einzelne betroffene Schüler.
Die Kooperation mit Schulen bewährt sich mehr und mehr, denn hier fallen die Belastungen der Schüler und Schülerinnen „irgendwann später“ durch besondere Auffälligkeiten auf.

„Das kann doch nicht sein, dass mein Kind nach so langer Zeit anfängt zusammenzubrechen“… „Mein Junge steht vorm Abitur, der kann es sich jetzt nicht leisten krank zu sein….!“  … Typische Sätze aus besorgten Anrufe von Familienangehörigen oder auch wachsame Wahrnehmungen von Erzieherinnen und Lehrern.

Die Koordinatorinnen und auch geschulte Ehrenamtliche Helferteam im Leuchtturm wissen: „Oh doch: Kinder und Jugendliche kompensieren sehr lange – spenden Trost, übernehmen Verantwortung und schützen alle anderen im System von Familie und Schule.
Kein Wunder – Denn:

Trauer braucht Solidarität und sichere Räume: denn wer Gefühle zeigt, ist auch verletzlich. UND wer Gefühle nicht zeigen/benennen darf, der bricht an der Last zusammen oder explodiert irgendwann…“ (Lisa Vester 25 J., Ehrenamtlich qualifizierte Trauerbegleiterin im Leuchtturm)

Trauern können ist eine Ressource

„Trauer ist kein Problem sondern eine gesunde Reaktion der Seele! Das heißt: Trauern ist eine Ressource!“ weiß und vermittelt Trauerberaterin und Gestalttherapeutin Walburga Schnock-Störmer in ihren Qualifizierung der Leuchtturm – Ehrenamtlichen sowie deutschlandweit als Vorstandmitglied im Bundesverband Trauerbegleitung e.V. www.bv-trauerbegleitung.de.

Wer trauern kann und darf, kann gesund weiterwachsen. Diese Grundannahme entlastet viele Ratsuchenden in den Gesprächen. Trauerbegleitung im Leuchtturm e.V. stärkt Selbstvertrauen, Selbstkompetenz, unterstützt die Bindungs- und  Lernfähigkeit in Krisenzeiten.

Im Leuchtturm e.V. Schwerte und an allen Standorten im Kreis leben wir die Standards des Bundesverbandes Trauerbegleitung e.V.
Das macht stark und strahlt aus: Trauer braucht eben Solidarität auch in einer deutschlandweiten Vernetzung von Kolleg_Innen

Vera Jaeger – unsere „neue“ heilpädagogische Fachkraft von der KatHo Münster

Eine kurze Vorstellung

Hallo,
ich bin Vera Jaeger und habe nach den Sommerferien mein Praxissemester im Leuchtturm
begonnen.
Ich bin 25 Jahre alt und von Beruf staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin. Zurzeit
studiere ich im 5. Semester Heilpädagogik an der katholischen Hochschule in Münster. In
Münster wohne und lebe ich seit 6 Jahren. Durch berufliche Erfahrungen und den
persönlichen Verlust einiger mir nahestehenden Personen ist mir immer mehr bewusst
geworden, dass den so prägenden Themen Trauer und Trauerbegleitung zu wenig
Aufmerksamkeit gewidmet wird. Dies ist der Grund und meine Motivation im Leuchtturm
mein Praxissemester zu absolvieren.
Mein erster Eindruck vom Leuchtturm ist vielseitig, bunt und kraftvoll. Ich habe in der kurzen
Zeit bereits vielseitige methodische Zugänge zur Trauer erleben dürfen, bunte und kreative
Ausdrucksformen der Trauer sehen können und kraftvolle, kraftspendende Begegnungen
spüren können. Ich erlebe den Leuchtturm als einen respektvollen Ort, an dem der Trauer
Raum gegeben wird und jeder sich den Raum nehmen kann, den er braucht. Dynamisch,
individuell und solidarisch.
Ganzheitlich und inklusiv trauernden Personen zu begegnen, um allen Facetten der Trauer
individuell Raum zu geben, ist auch meine persönliche und heilpädagogische Haltung.
Ich bin gespannt und freue mich auf die kommende Zeit im Leuchtturm und die ganz
unterschiedlichen Begegnungen, Lebensgeschichten, Beratungen und Angebote.
Vera

TrauerSeelenArbeit – Ein sozialpolitischer Dienst

Manchmal brauchst du einen Engel….
Gedanken zur Leuchtturm Engelwerkstatt zum Gemeindefest St. Christophorus Schwerte- Holzen

Wir engagieren uns gerne. Hier in St. Christophorus ist „unser“ Zuhause – hier finden die Leuchtturm  Kids, Jugendlichen und Familien geschützten Raum, gewinnen Power, – ohne die kostenlose  Herberge  im Gemeindehaus wäre unser familienunterstützender Dienst so nicht möglich und auch nicht ohne Rückenwind von vielen helfenden Helfern.
Übrigens:
Trauerberatung und – begleitung bedeutet Sorge für die Seele der Menschen und ist ein Dienst für  den Sozialstaat.

Lia (10 J.) formuliert das so beim letzten Treffen in der Familiengruppe Schwerte: „Du hast einen  schönen Beruf – du kümmerst dich um die Seele der Kinder, die traurig sind und machst sie wieder
froh!… dann können sie wieder gut Lernen! … und: die Mama geht auch wieder gerne arbeiten. Und  stell dir vor die hat sogar beim Tough Mudder Run mitgemacht – das war total spaßig und auch ein  bisschen eklig.“

Trauerseelenarbeit braucht achtsame qualifizierte Helfer und sozialpolitischen Rückenwind um powerful agieren zu können! Denn ohne die Finanzierung von Land und Bund können Initiativen wie wir nicht dauerhaft ihren so wichtigen gesellschaftlichen Dienst tun. Allein mit ehrenamtlicher Kraft  ist dies nicht möglich. Es braucht KoordinatorInnen die das Knowhow und die Pflege der
ehrenamtlichen Mitarbeiter sichern; die Verantwortung für qualifizierte Einzelberatungen gestalten,  damit trauernde Kinder und Jugendlichen trotz akuter Verluste lernfähig bleiben, Verlustängste
überwinden, wieder erlernen Bindungen zu vertrauen und keine psychosomatischen Auffälligkeiten  entwickeln. Das ist ein Fulltime-Job mit Herzenswärme und viel Knowhow.

Die engagierten Begegnungen mit Susanne Schneider MdL FDP, Bianca Dausend und Egon  Schrezenmaier CDU, Oliver Kaczmarek MdB SPD, Hubert Hüppe CDU … machen Mut.
Kinder sind unsere Zukunft!!! Wir hoffen sehr auf gute Engel im Bundestag, die die Weichen für die  achtsame Begleitung von trauernde Familien und Jugendlichen gemeinsam richtig stellen!
Manchmal brauchst du einen Engel…!

Familienaktion Klettern

Klettern – eine starke stärkende Erfahrung
Familienaktion im Kletterwald Freischütz Schwerte am 21.09.2017

Gemeinsam Herausforderung meistern…
Das ist Motto im Leuchtturm, denn in Solidarität und Gemeinschaft lässt sich das Leben in guten und in schlechten Zeiten besser bewältigen.

Gemeinsam statt einsam
das stärkt das Selbstwertgefühl, schenkt Mut und Hoffnung und spendet Freude und Lebensenergie!!!

Wir teilen Leben, gehen gemeinsam, gewinnen vertrauen…

Das war bei der Familienaktion im Kletterwald Freischütz wunderbar spürbar. Kids und Eltern ermutigten sich gegenseitig. Und im Miteinander schafften alle die Kletterstrecken -selbst diejenigen, die sich das zu Beginn gar nicht zugetraut hatten. Strahlende Augen – nicht nur bei den stolzen Kids – herzliches Lachen und ausgelassen Freudenrufe schalten durch den Wald.

…und immer wieder geht ein Licht auf…

Ohne die Unterstützung von Spendern sind solche Aktionen im Leuchtturm e.V. nicht möglich. Ein herzlicher Dank an alle, die unseren präventiven Dienst mit Familien im Leuchtturm e.V. mit ihrer Spende ermöglichen:  die Schwerter Zahnärzte Helfen e.V., Lions Club Caelestia, Kältetechnik Egon Schrezenmaier, BSV Wandhofen, Sparkasse Schwerte, Volksbank Schwerte, AOK Unna …. und die vielen kleinen Spender die nicht genannt werden wollen. Nur in Solidarität gelingt unser Engagement im Leuchtturm!

Reiseerfahrungen

Oh wie schön ist Panama

Wer kennt sie nicht, die wunderbare Geschichte von Janosch!?

Damit starteten wir nach den Schulferien direkt in die Gruppen mit unseren Kids und Familien an allen Standorten.

Und bei der Reise in Bekanntes mit „Oh wie schön ist Panama“, konnten die Kinder ihre eigenen ressourcenstärkenden Urlaubserlebnisse entdecken und in einer Schatzkistenzeit festgehalten.

Bei all den kunterbunten Abenteuern, die die Kinder in ihren Ferien erleben konnten, war es für viele Kinder wichtig ein Symbol für den verstorbenen Menschen dabei zu haben.

Besonders für die Ferienorte an die die verstorbene Person früher immer mitgereist ist, kann ein Kraftsymbol Mut geben.

Und nicht nur die Kids waren sich einig: so wie der kleine Tiger und der kleine Bär – wieder Zuhause ankommen ist dann aber am schönsten,

… weil viele Kinder und Eltern dort dem Verstorbenem am nächsten sein können

… weil es hier Freunde, gibt mit denen das Leben sich gut anfühlt

… weil es im Verein gut tut, mit anderen Musik zu machen, Fußball zu spielen, zu tanzen

… weil der Alltag wieder Struktur hat

… weil es hier bei Oma mein Lieblingsessen am besten schmeckt

… weil es im Leuchtturm gut tut, andere zu treffen und miteinander zu reden, zu singen, zu basteln und zu spielen.