Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr gerne habe ich mich vor zwei Jahren von Walburga Schnock-Störmer für die Arbeit im Leuchtturm werben lassen, für die Arbeit mit trauernden Kindern, Jugendlichen und Familien, in den Räumen des Jugendkellers der St. Christophorus Gemeinde in Holzen.

Zwei Jahre lang durfte ich Familien und vor allem Erwachsene darin begleiten, ganz eigene Formen des Ausdrucks für ihre Trauer zu finden, die Trauer zu verwandeln, neue Rituale und neue Lebensperspektiven zu entwickeln und neuen Lebensmut und Lebensfreude zu spüren. Diese Veränderungen miterleben zu dürfen habe ich als großes Geschenk erlebt.

Ich bin auch dankbar dafür, dass (junge) Menschen die Arbeit im Leuchtturm durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit unterstützen. Ohne sie wären die Gruppenangebote und besonders die Kindergruppe nicht möglich gewesen. Die notwendige Schulung der Ehrenamtlichen begann und endete im Leuchtturmwärterhaus in Schillig, einem sehr warmen Ort für Herzensthemen.
Auch denke ich gerne an die vielen Sonderveranstaltungen zurück, bei denen es darum ging mal „Urlaub von der Trauer“ zu nehmen oder darum, über Tod und den Umgang mit der Trauer zu informieren und wo insbesondere JugendArt als Ausstellung ihren Raum bekam.

Ich bin froh und dankbar, dass ich den Leuchtturm mit gestalten durfte, fühle mich reich beschenkt an neuen Erfahrungen und Eindrücken und ich hoffe, auch an Euch/Sie etwas von meiner Begeisterung abgegeben zu haben.

Und doch habe ich den Leuchtturm zum 31.12.2015 verlassen, um in meine alte Arbeitsheimat, die psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen, zurückzukehren.

Mit einem herzlichen Dankeschön und einem noch herzlicheren Gruß für die Zukunft verbleibe ich Ihre/Eure

Barbara Freitag